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Genomscheibe

Einführung

Die signifikante Verknappung von Ressourcen und Energie, ein steigender Bedarf an Nahrungsmitteln und eine weitere Belastung der Umwelt durch den anthropogenen Eintrag von Schadstoffen sind globale Trends, die die weltweite Lage auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und Umwelt immer stärker beeinflussen. Darüber hinaus bedrohen Infektionskrankheiten die menschliche Gesundheit, die nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Antibiotikaresistenzen nur noch eingeschränkt und unter hohen Kosten therapierbar sind. Um den sich abzeichnenden Problemen zu begegnen, bedarf es einer frühzeitigen Entwicklung von Lösungsstrategien. Mikroorganismen sind Teil dieser Problemlage, insbesondere im Hinblick auf die von ihnen ausgelösten Infektionskrankheiten, denen jährlich 17 Millionen Menschen zum Opfer fallen. Darüber hinaus verursachen sie in der Landwirtschaft durch Pflanzen- und Tierkrankheiten einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden. Gleichzeitig bietet die Erforschung und Nutzung der Mikroorganismen jedoch eine noch weitgehend ungenutzte Chance, um diesen globalen Trends entgegenzuwirken und Lösungsansätze z.B. in den Bereichen der Verbesserung der menschlichen Gesundheit, der Sicherstellung einer nachhaltigen Ernährungsgrundlage für Mensch und Nutztiere, der Vorbeugung und Beseitigung von Umweltschäden und der Etablierung einer energie- und ressourcenschonenden biobasierten Wirtschaft der Zukunft zu finden und umzusetzen.

GenoMik Programm (2001-2006)

Mit der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2001 gestarteten Forschungs- und Förderinitiative "Genomforschung an Mikroorganismen - GenoMik" wurden die strukturellen und inhaltlichen Voraussetzungen für die Nutzung des Potentials von Mikroorganismen durch globale genombasierte Forschungsansätze geschaffen. In Deutschland entstanden insgesamt drei international wettbewerbsfähige Kompetenznetze der Genomforschung an Mikroorganismen. Diese wurden von den Universitäten Bielefeld, Göttingen und Würzgburg koordiniert und beschäftigten sich mit

Im Förderzeitraum von 2001 bis 2006 wurden etwa 30 Genome wissenschaftlich, klinisch und wirtschaftlich bedeutsamer Bakterien sequenziert und analysiert. Gemeinsam mit Einrichtungen des Gesundheitswesens und Wirtschaftsunternehmen wurden eine Reihe wichtiger Forschungsergebnisse zur Anwendungsreife geführt.

GenoMik-Plus Programm (2006-2009)

Im Rahmen des BMBF Förderprogramms GenoMik-Plus wählte eine internationale Jury im Jahre 2006 die drei Netzwerke für eine weitere Förderung für den Zeitraum von 2006 bis 2009 aus. Die Netzwerke tragen die Titel:

Rückgrat von "GenoMik-Plus" ist eine Technologieplattform für mikrobielle Genomforschung (TPMG), die Service- und Kooperationsleistungen für alle an "GenoMik-Plus" beteiligten Arbeitsgruppen anbietet.Die Dienstleistungszentren sind an drei Standorten angesiedelt und beziehen sich auf die folgenden Bereiche:

Interessierte Wirtschaftsunternehmen aus der chemischen Industrie, der Pharmaindustrie, der Konsumgüterindustrie und Biotechnologiefirmen haben einen "Industrieverbund mikrobielle Genomforschung" gegründet. Dieser Industrieverbund begleitet "GenoMik-Plus" mit dem Ziel, einen zentralen Ansprechpartner auf seiten der Wirtschaft zu schaffen, die Interessen und Aktivitäten der am Projekt beteiligten Unternehmen zu koordinieren und zu bündeln sowie den Technologietransfer der Forschungsergebnisse in die Anwendung zu optimieren. Darüber hinaus engagiert sich die Plattform für die Koordination der Forschung auf europäischer Ebene.



Gefördert vom

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektverwaltung durch den

Projektträger Jülich Forschungszentrum Jülich

Weitere Links zu BMBF finanzierten Genomforschungsprogrammen:


Impressum

Dr. Werner Selbitschka

Universität Bielefeld
Fakultät für Biologie
33594 Bielefeld
Deutschland

Telefon: +49-(0)521-106-5604
Fax: +49-(0)521-106-5626

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